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Almen und Berge

Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Steiner Alm


Steiner Alm

Steiner Alm - eine alte, traditionsreiche Alm in einem der schönsten Bergkessel im östlichen Chiemgau. Heute hält sie Jungvieh auf ihren Flächen. Früher war sie neben der Viehhaltung auch noch der wesentlichste Stützpunkt des Bergbaus in den Staufenbergen. Dies dokumentiert sie mit einem vollbepackten Hunt, der heute noch vor dem Almgebäude steht (Erstbesuch: Juli 2020)

Wanderrouten
Frillensee
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Staufener Berge; die Alm liegt nördlich des Hochstaufens in einem Kessel zu den nördlichen Vorbergen. Aus dem Kessel heraus beginnt das Tal des Leitengrabens, das nach Piding offen ist.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Steiner Alm ist eine klassische Brotzeitalm, sie liegt auf 1027 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Auf dem Versorgungsweg ab Piding ist aber die Nutzung von Kinderwägen möglich. Adresse (unpräzise): Am Hochstaufen, D-8451 Piding. Koordinaten: N = 47.767810, E = 12.842524; Geographische Daten: N = 47°46'04.1'', E = 12°50'33.1''; UTM-Daten: Z = 33T, E = 338344, N = 5292747; Gauß-Krüger: R-E = 4563261.192, H-N = 5292512.531. An Wanderrouten sind in der Hauptsache drei Richtungen zu erwähnen. Aus Osten führt der Versorgungsweg zur Alm hoch. Aus Süden bzw. aus Westen kommt der Abstieg vom Hochstaufen zum Bayerischen Stiegel. Dort kommt auch die Strecke an, die am Frillensee beginnt. Beide Wanderstrecken gehen dann in den Kessel zur Alm. Aus Norden gibt es den Endabstieg auf einem Bergpfad zur Alm. Vorher aber ist ein Netz an Forstwegen angeschlossen, das in den Hauptrichtungen aus Adlgaß, Anger oder Aufham kommt.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8652 4404 (Hütte). Die Alm hat zwar eine eigene Internetseite, die aber ohne Inhalt ist.; Internet:
Die Alm hat in der Zeit von Anfang Juni bis zum 3. Oktober zur Einkehr geöffnet. An diesem Tag findet die Bergmesse in der St. Ruppertuskapelle statt (2020 fällt sie aus), dann ist Schluss. Einen Ruhetag kennt die Sennerin nicht. Es könnte aber sein, dass sie kurzeitig irgendetwas im Gelände zu tun hat und deshalb nicht anzutreffen ist. An Verpflegung ist die Almkost, also Speck- und Käsbrote, sowie warme Würstl angeboten. Dazu kommen die üblichen Getränke, einschließlich Kaffee. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Im Baustil ist die Steiner Alm der klassische Holzbau, mit Wohntrakt und einem sehr langen Stall unter einem First in Süd/Nord-Richtung. Zusätzlich ist an der Westseite ein Querbau angebracht. Die Toiletten befinden sich in einem kleinen Häuschen nebenan. Der Eingang in die Hütte befindet sich mittig in der südlichen Giebelseite. Dem vorgelagert ist ein Vouhaagl in Hausbreite unter dem überstehenden Dach, ausgelegt mit Holzbohlen und abgegrenzt mit Holzstangen. Die dort aufgestellten Sitzbänke sind aber in CORONA-Zeiten nicht benutzt. Zusätzlich ist der weitere Hofraum mit den beiden mächtigen Hausbäumen und der relativ jungen Ruppertikapelle zusätzlich abgetrennt. Fernsicht besteht in dem riesigen Kessel allerdings nur nach Süden zu den Staufenbergen.
Die Steineralm hält auf ihren Flächen Jungvieh. Dem Augenschein nach standen dort zu Zeiten des Erzbergbaus bestimmt auch Kühe und Zugtiere.
Anmerkungen
Die Steiner Alm ist - abgesehen vom Forsthaus Adlgaß - die einzige Einkehrmöglichkeit nördlich der Staufenberge. Das gilt auch für den stark frequentierten Frillensee. Da sie zusätzlich auch aus Piding recht gut zu erreichen ist, besetzt sie sozusagen einen wichtigen Kreuzungspunkt an Wanderwegen. Über Besuch braucht sie sich wohl nicht zu beklagen. Dem wird die erfahrene und freundliche Almerin aber allemal gerecht. Ihr Angebot ist keine Speisenkarte einer Gaststätte, aber das ist auch nicht nötig. Die Bestellungen werden sofort erledigt. Wartezeiten habe ich an diesem Tag in der Hauptferienzeit nicht beobachtet. In Sichtweite zu den hohen Bergen kann man seine Brotzeit in aller Ruhe und Stille genießen, nur begleitet von den Kuhglocken der ringsum weidenden Tiere. Einziger Wermutstropfen dieser Idylle ist es, das der Bergkessel rapide zuwächst und dann als "Alm" nicht mehr zu erkennen ist.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 13.09.2020