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Almen und Berge

Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Sichler-Kaser


Sichler-Kaser

Sichler-Kaser auf der Moosenalm - zwei traditionelle Almhütten stehen dort in unmittelbarer Nähe und beide haben zur Bewirtung der Wanderer geöffnet. Sie sind ein sehr gutes Beispiel im Sinne des Almerlebnisweges, der dort vorbei führt. Man kann an ihnen die frühe Entwicklung des Baues solcher Hütten sehen und wird auf deren Stärken aufmerksam gemacht, die auch heute noch zählen. Alexandra heißt die junge Sennerin des östlich liegenden Sichler-Kasers. Sie kümmert sich aufopfernd um ihre Alm, ihre Tiere, bereitet den Käse und hat auch noch ein freundliches Wort für ihre Gäste (Erstbesuch: August 2020)

Wanderrouten
Almerlebnisweg Ramsau
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Berchtesgadener Alpen, Teilbereich Lattengebirge;; die Moosenalm liegt im westlichen Teil des Lattengebirges, auf den Hochflächen westlich eines langgezogenen Kammes, der sich vom Predigtstuhl nach Süden erstreckt.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Der Sichler-Kaser ist eine Brotzeitalm, er liegt auf 1421 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Moosenalm, D-83458 Schneizlreuth. Koordinaten: N = 47.655182, E = 12.864516; Geographische Daten: N = 47°39'18.7'', E = 12°51'52.3''; UTM-Daten: Z = 33T, E = 339647, N = 5280185. Gauß-Krüger: R-E = 4565049.468, H-N = 5280008.384. Die wichtigste Wanderverbindung ist ohne Zweifel der Almerlebnisweg, der aus Osten kommt und in zwei Varianten nach Süden zur B 305 geht (Parkplatz Wachterl). Daneben sind die Verbindungen nach Norden zu erwähnen, etwa auf der westlichen Seite zur Anthauptenalm oder etwas östlich davon durch das schwimmende Moos letztlich zum Predigtstuhl.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Telefon oder Internetseite sind nicht bekannt. Ergänzende Informationen liefert das Tourismusportal Berchtesgaden.; Internet: www.berchtesgaden.de/moosenalm
Der Sichler-Kaser ist in der Weidezeit von Anfang Juni bis 20. September geöffnet. Einen Ruhetag gibt es nicht. Im Angebot an Verpflegung finden sich vor allem eigene Käse, sowie Wurst- und Speckbrote. Hinzu kommen die gängigen kalten Getränke, soweit man sie aus der Flasche trinken kann. Kaffee und Kuchen hat die Alexandra leider nicht. Übernachtungen sind auf beiden Almhütten ebenfalls nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Der Sichler-Kaser ist eine Hütte im Baustil der "3. Generation". Der Wohn- und Wirtschaftsteil befindet sich nicht mehr in der Mitte des Hauses, sondern an der südlichen Giebelseite. Um dorthin zu gelangen ist es nicht mehr erforderlich, durch den Stall zu gehen. Die Almhütte ist etwas schmäler als der benachbarte Rundumkaser, das Dach deutlich steiler. Genutzt ist dieses Dach aber ebenfalls nicht. Die Eingangstür ist etwas aus der der Mitte versetzt und die Giebelseite hat dadurch drei Fenster. Der sich hinter den Wohnräumen anschließende Stall weist einige kleinere Fenster unter dem Dachtrauf auf. Der Komfort ist auch in dieser Hütte nicht sehr groß, zum Melken kann die Sennerin jedoch eine Melkmaschine nutzen. Das Haus steht auf einer kleinen Anböschung und hat den klassischen Vouhaagl, allerding nicht in ganzer Breite. Er ist mit Holzbohlen ausgelegt und hat die typische Stangenabgrenzung, Zusätzlich stehen an der westlichen Traufseite noch einige Tische und Bänke in dem eingezäunten Hofraum. Die Fernsicht ist nach Süden begrenzt auf die sich dort anschließenden Dolinenflächen.
Der Sichler-Kaser (und auch der Rundumkaser) halten sowohl Jungtiere, als auch einige Kühe auf ihren Flächen. Die anfallende Milch wird zu Käse verarbeitet und an Ort und Stelle zum Verzehr angeboten.
Anmerkungen
Um zur Moosenalm zu kommen, muss man den offiziellen Almerlebnisweg nach Norden verlassen und noch ein Stück gehen. Die Abkürzung, die es zwar gibt, haben wir nicht entdeckt. Es bedurfte ein wenig der Überredung, meine Begleiter dazu zu bewegen, auch zu dieser Alm zu gehen. Bereut haben wir das nicht. Es sind klassische, alte Almbauten, welche die Entwicklung deutlich und lebendig zeigen. Ich muss gestehen, einen "Rundumkaser" habe ich selbst auch noch nicht gesehen. Dabei ist dieser Bau erst vor etwa 35 Jahren stilgerecht von seinem Eigentümer renoviert worden. Die zweite große Überraschung erlebten wir dann mit Alexandra, der Sennerin vom Sichler-Kaser. Wir kamen mit ihr in ein recht persönliches Gespräch und staunten nur noch. In die Wiege ist ihr das "Almen" nicht gelegt worden. Sie hatte vorher einen anderen Beruf. Jetzt widmet sie sich voll ihrer Alm und ihren Tieren und auch noch den einkehrenden Wanderern. Diese Leistung erbringt auch ihre unmittelbare Nachbarin, mit der wir kurz gesprochen haben, das will nicht vergessen. Für mich ist die Alexandra ohne Zweifel die Sennerin der Wandersaison 2020!

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 13.09.2020